One step further: Facebook Places dealt jetzt auch in Deutschland
Facebook erobert den mobilen Markt. Seit letztem Herbst ist Facebook Places in Deutschland aktiv. Der Netzwerkriese schließt mit seinem location-based Service Places die Nische zwischen Online- und Offlinewelt und eröffnet neue Marketingoptionen. Mit den in Amerika bereits aktivem Facebook Deals eröffnen sich für den stationären Handel, aber vor allem auch für die zunehmende Zahl an Händlern, die online und offline präsent sind, viele neue Möglichkeiten.
Facebook Deals in Deutschland
Facebook Deals war vorerst nur in einigen Orten in den USA etabliert. In Deutschland startete der Dienst unter Facebook Angebote am 31.1.2011. Wer sich über Facebook Places mit der Smartphone-App irgendwo eincheckt, erhält Hinweise, falls sich am Ort Facebook-Partner spezielle Angebote bereithalten.
Jedoch hat Facebook Angebote momentan nur einige wenige Partner in Deutschland:
Cinemaxx bietet eine Gratis Portion Popcorn, für diejenigen, die im Kino einchecken. Der FC Bayern München bot 1000 Fanschals für die ersten Nutzer, die sich am 12. Februar 2011 gegen 1899 Hoffenheim in der Allianz-Arena einloggten.
Geodaten basierte Dienste: Sinn oder Unsinn
Auch wenn vorerst nur die jüngere Zielgruppe auf die erweiterten Funktionalitäten der Geräte zurückgreift und ortsbasierten Dienste noch nicht im Mainstream angekommen sind, erfreuen sich aber doch immer größerer Beliebtheit. Facebook Places/Deals startet zudem mit einem großen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen location-based Services wie zum Beispiel Gowalla. Denn Facebook hat weltweit 500 Millionen Nutzer (14 Millionen Nutzer Deutschalnd), von denen 150 Millionen auch mobil auf Facebook zugreifen.
Wie funktioniert Facebook Deals?
Facebook Deals funktionieren einfach. Ein Deal erfolgt in wenigen Schritten auf der Facebook-Places-Seite eines Unternehmens. Technisch funktioniert Facebook Places auf die bewährte Methode: mittels GPS werden die Daten des Nutzers ermittelt. Anhand dieses Aufenthaltsortes zeigt Facebook Places nun Orte (Places) wie Geschäfte, Restaurants oder öffentliche Einrichtungen, die sich in der Nähe befinden. Der Nutzer kann diese jetzt via Places besuchen. Jeder Besuch löst eine Aktion im Nutzerprofil aus. Andere Facebook Nutzer können sehen, wo sich ihre Freunde aktuell aufhalten. Jeder hat die Option, Facebook Freunde ebenfalls für den „Besuch“ zu markieren. Ob diese Funktion möglich ist, hängt von den jeweiligen Privatsphäreeinstellungen der Nutzer ab. Facebook geht aber behutsam mit den Geo-Daten seiner Nutzer ein und zeigt in der Grundeinstellung nur den den akzeptierten Freunden den jeweiligen Aufenthaltsort an.
Welche Ziele kann man mit Facebook Deals verfolgen?
Prinzipiell bietet Facebook Places vier Arten von Deals, mit denen Unternehmen vor allem drei Ziele verfolgen können:
- Ansprache potenzieller Kunden auf der Straße, in Geschäften oder in Restaurants: Deals erscheinen auf den mobilen Endgeräten der Nutzer und bieten den Kunden einen Mehrwert für den Besuch oder Check-In eines Geschäftes.
- Zusätzliche Sichtbarkeit des Unternehmens: Hier kommt die Viralität Facebooks ins Spiel. Jeder Check-In löst eine Aktion im Newsfeed des Nutzers aus und ist somit ebenfalls für die im Durchschnitt 130 Freunde sichtbar. Mit Facebook Deals wird jetzt nicht nur der Check-In verbreitet, sondern auch das Angebot. Dies wird besonders bei den so genannten Friends Deals effektiv.
- Verbesserte Kundenbindung: Laut Facebook besuchen Nutzer das Soziale Netzwerk 28 mal pro Monat. Dort sind sie auf der Suche nach Informationen, Gewinnspielen, Sonderangeboten, Unterhaltung und Gutscheinen. Mit Facebook Deals besteht die Option, loyale Kunden bzw. deren regelmäßige Check-Ins zu belohnen.
Die Deals
Facebook Deals funktionieren einfach. Ein Deal erfolgt in wenigen Schritten auf der Facebook-Places-Seite eines Unternehmens.
- Individual Deals: Eine einmalige Aktion, die für bestehende und neue Kunden verfügbar ist. Dieser Deal eignet sich für die Vermarktung neuer Produkte oder den Abverkauf von älterem Warensortiment.
- Loyalty Deals: Hier wird Treue belohnt. D.h. nach einer bestimmten Anzahl von Check-Ins, erhält man einen Bonus, zum Beispiel in Form von Rabatten oder speziellen Angeboten nur für diese Kunden.
- Friend Deals: können nur eingelöst werden, wenn mehrere Personen ein Geschäft besuchen und einchecken. Die Anzahl der Kunden ist hierbei auf acht begrenzt. Friend Deals sind für Facebook-Nutzer sicher besonders interessant, da die Verbreitung über mehrere Personen einfach ist, als wenn nur ein Nutzer ein Angebot erhält bzw. einlöst.
- Charity Deals: Social-Responsibility das Thema der Charity Deals. Für jeden Check-In eines Facebook-Nutzers spendet das Unternehmen einen fixen Betrag.
Ich möchte Facebook Deals nutzen.
Die iPhone-App für Facebook verfügt über eine komplette Integration von Facebook Places. Alle anderen Nutzer greifen auf die mobile Webseite von Facebook zurück. Die Funktionen sind gleich und speziell auf touchfähige Smartphones ausgelegt.
Als Unternehmen Facebook Deals nutzen
Unternehmen können sich auf facebook.com mit ihrer E-Mail-Adresse oder per Kopie der Energieversorgungs- oder Telefonrechnung verifizieren und einen Ort für sich beanspruchen bzw. anlegen.
Die Verbindung mit der regulären Facebookseite eines Unternehmens ist möglich, aber derzeit noch nicht ausgereift und deswegen nur bedingt empfehlenswert. Lediglich lokalen Ladengeschäfte kann man es momentan empfehlen, weil der Mehrwert stimmt.
FAZIT:
Facebook Places bietet langfristig für Unternehmen und Nutzer einige spannende Möglichkeiten. Unternehmen können ihre Sichtbarkeit erhöhen, in dem sie Orte erstellen bzw. für sich beanspruchen. Die intensivere Nutzung und der direkte Kontakt zum Kunden wird durch Facebook Deals ermöglicht.
Besonders interessant ist Facebook Places momentan für lokale Ladengeschäfte und Restaurants. Sie können Facebooknutzer zum Check-In durch exklusive Vergünstigungen bzw. kleine Geschenke motivieren und so einen neuen Kanal der Kundenpflege nutzen. Zudem lassen sich Facebook Places Angebote auch hervorragend auf anderen Plattformen wir z.B. Twitter bewerben.
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