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Aus dem Maschinenraum in den Ausguck: Wie Gastroline24 seine Produktdaten mit Odoo und KI neu aufstellt

Eine Projektstory über Odoo, Automatisierung und KI im Onlinehandel
23. Oktober 2026 durch
Aus dem Maschinenraum in den Ausguck: Wie Gastroline24 seine Produktdaten mit Odoo und KI neu aufstellt
bloopark systems GmbH & Co KG, Rez Felix
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„Wir brauchen ein System, das es uns ermöglicht, aus dem Maschinenraum herauszuklettern und uns in den Ausguck zu setzen.“ Mit diesem Bild beschreibt Ulf Lungwitz, Geschäftsführer der Lungwitz GmbH, das Ziel seines Teams: weniger Zeit mit der Pflege von Produktdaten verbringen und mehr Zeit für Kundinnen und Kunden haben.

Im Gespräch mit Jens Holze, CEO von bloopark, erzählen Ulf Lungwitz und Sarah Lubitz (Planung & Großküchentechnik), wie es zum gemeinsamen Odoo-Projekt kam, was sich bereits verändert hat und wohin die Reise geht. Wichtig vorab: Das Projekt ist noch nicht abgeschlossen. Dies ist eine Projektstory aus einem laufenden Vorhaben.

Ulf Lungwitz und Sarah Lubitz von Gastroline24 im Gespräch mit Jens Holze von bloopark


Über Gastroline24

Die Lungwitz GmbH ist ein kleines Familienunternehmen. Ihr Schwerpunkt ist die Planung und Einrichtung von Großküchen im gesamten Bundesgebiet. Aus diesem Produktkatalog ist der Onlineshop gastroline24.de entstanden, in dem die Produkte einzeln verkauft werden.


Die Herausforderung: eine Produktdaten-Schleife ohne Ende

Hersteller aktualisieren ihre Produktdaten in der Regel vierteljährlich. Für Gastroline24 hieß das: Alle drei Monate kamen neue Daten, die wieder aufbereitet werden mussten. „Kaum waren die Daten fertig, ging es wieder von vorne los“, sagt Ulf Lungwitz.

Die Größenordnung macht das Problem deutlich:

  • rund 45.000 Produkte im Onlineshop,
  • alle drei Monate kommen etwa 5.000 neue Produkte hinzu,
  • als Werkzeug standen nur Excel und manuelle Arbeit zur Verfügung.

Sarah Lubitz beschreibt den Aufwand im Alltag: Allein die Bearbeitung eines einzigen Lieferanten kostete mindestens eine Woche. Dazu kamen manuelle Schritte wie das Definieren von Varianten, um den Shop schlanker zu gestalten, ohne Produkte zu verlieren. Ulf Lungwitz' Fazit: Der Aufwand in diesen Prozessen war „einfach nicht mehr wirtschaftlich“.

Sarah Lubitz, Planung und Großküchentechnik bei Gastroline24, über den Aufwand der Produktdatenpflege


Der Knackpunkt: Shopware 6 und fehlende Automatisierung

Als Shopware 5 nicht mehr weiterentwickelt wurde, war der Wechsel auf Shopware 6 für Gastroline24 zunächst der logische Schritt. Er erwies sich jedoch als sehr aufwendig und kompliziert. Shopware 6 setzte auf einen API-First-Ansatz und hatte im Prinzip keine richtige Auftragsbearbeitung im Hintergrund.

Je mehr das Team das System testete und an die eigenen Arbeitsschritte anzupassen versuchte, desto deutlicher wurden die Probleme. Schon einfache Abläufe funktionierten nicht: Automatismen, die beim Eingang einer Bestellung greifen sollten, liefen nicht. Für ein kleines Team, das genau auf solche Automatisierungen angewiesen ist, war das nicht tragbar. Gastroline24 sah sich erneut um und stieß auf Odoo und bloopark.


Warum Odoo und warum bloopark?

Gesucht war ein System, das sich weitestgehend automatisieren lässt und alle Geschäftsprozesse bündelt: vom Customer Relationship Management über Auftragsbearbeitung und Warenbestellung bis zum Onlineshop, der für das Unternehmen zu einem wichtigen Vertriebskanal geworden ist.

Ulf Lungwitz hatte Odoo bereits während der Suche nach einem Ausweg aus SAP kennengelernt. Eine Testinstallation überraschte ihn durch Ergebnis und Funktionalität.

Für die Umsetzung war dem Team ein Punkt besonders wichtig: ein lokaler Partner aus Magdeburg mit der passenden Expertise. Die Anforderungen sind komplex und ließen sich nach Einschätzung von Gastroline24 aus der Ferne kaum umsetzen. So kam die Zusammenarbeit mit bloopark zustande.


Was sich bereits verändert hat

Mit dem Wechsel zu Odoo ließen sich die bisherigen Schnittstellen und Systeme ablösen. Nach und nach hat das Team weitere Vorteile entdeckt, die es heute im Alltag nutzt. Vor allem: Automatisierungen, die funktionieren.


Die Vision: KI und agentische Systeme für die Produktdaten

Das Ziel formuliert Ulf Lungwitz klar. Das kleine Team soll den Onlineshop effektiver und in hoher Qualität mit Produktdaten bestücken und sich dabei auf Marketing und Kunden konzentrieren, nicht auf die Mechanik der Datenaufbereitung.

„Wir wollen keinen manuellen Aufwand mehr. Wir wollen die Qualität vorgeben, ausprobieren und nachjustieren können.“

— Ulf Lungwitz, Geschäftsführer der Lungwitz GmbH

Die Grundlage dafür sieht er in den neuen Werkzeugen künstlicher Intelligenz und agentischer Systeme. bloopark unterstützt Gastroline24 bei der Entwicklung dieses Systems, als Weg, um weiterzuentwickeln und zu skalieren.

Ulf Lungwitz, Geschäftsführer der Lungwitz GmbH, über KI-gestützte Produktdaten für Gastroline24


Der aktuelle Stand: vom PIM-System zur KI-gestützten Aufbereitung

Sarah Lubitz beschreibt die Entwicklung Schritt für Schritt:

  1. Der Start: Begonnen hat alles als eine Art PIM-System, ähnlich dem, was das Team bereits kannte.
  2. Mehr herausholen: Gastroline24 wollte intelligenter werden, auch mit Blick auf SEO und GEO.
  3. Der erste große Schritt: Die oft unvollständigen oder teilweise unstrukturierten Produktdaten der Hersteller umwandeln und sauber nach Odoo bringen.
  4. Feinjustierung mit Prompts: Mit Hilfe verschiedener Prompts hat das Team herausgearbeitet, welche Arbeitsschritte es auf keinen Fall mehr manuell erledigen will: solche, die Zeit kosten, fehleranfällig sind oder inhaltlich nicht ausreichen.

Dabei geht es nicht nur um Effizienz, sondern auch um bessere Inhalte. Technische Daten allein sprechen Kunden selten emotional an. Sarah Lubitz bringt es auf den Punkt:

„Am Ende interessiert es niemanden, wie groß eine Gabel ist, wenn es doch eher darum geht, wie gut sie in der Hand liegt.“

— Sarah Lubitz, Planung & Großküchentechnik, Lungwitz GmbH

Diese Punkte werden nach und nach umgesetzt und weiter verfeinert. Ihr Zwischenfazit: „Schon jetzt ist das Ergebnis zufriedenstellender als das, was wir vorher hatten. Und es kann nur weiter nach oben gehen.“ Ulf Lungwitz ergänzt das Ziel: die Qualität verbessern und den Output deutlich steigern.

Odoo plus Product OS

Odoo plus Product OS


Ausblick: Odoo plus Product OS

Jens Holze fasst den Stand zusammen:

  • Die Lungwitz GmbH setzt komplett auf Odoo. Sämtliche Prozesse rund um den Onlineshop werden ab sofort in Odoo umgesetzt.
  • Zusätzlich gibt es ein agentisches PIM-System, das sogenannte Product OS.

Das Ziel ist, möglichst viele Prozesse zu automatisieren, agentische Lösungen zu nutzen, die Qualität zu steigern und den Produktimport, bisher rund eine Woche pro Hersteller, komplett zu automatisieren. Die frei werdende Zeit und die Ressourcen sollen genutzt werden, um das Business zu skalieren.

Jens Holze, CEO von bloopark, über den Ausblick des Odoo-Projekts mit Gastroline24

Das Projekt ist weiterhin in Entwicklung. Gastroline24 und bloopark wollen sich in absehbarer Zeit erneut zusammensetzen, um auf weitere Details und Entwicklungen zu schauen.

Odoo plus Product OS


Fazit

Die Projektstory von Gastroline24 zeigt, wie sich ein kleines Handelsteam aus manuellen Produktdaten-Schleifen befreit. Mit Odoo als zentraler Plattform hat es die Grundlage gelegt und erste Automatisierungen erfolgreich in Betrieb genommen. Mit KI-gestützter Produktdatenaufbereitung geht es den nächsten Schritt. Die erste Etappe ist geschafft, der Weg ist noch nicht zu Ende.

Das ganze Gespräch im Video:



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